Ein Kommentar

#Newtopia: Das Märchen vom “gekauften Besucher”

NewtopiaViele Newtopia-Zuschauer haben mehr mit den Pionieren Melanie und Nils gemeinsam, als man denken möchte. Während die Pioniere hinter jeder Email oder Nachricht eine kleine Verschwörung sehen, oder gesehen haben, vermuten diese Zuschauer hinter jedem kleinen Zeichen einen Betrug der Produktion.

Das Märchen vom “gekauften Besucher” ist so ein Beispiel. Aufgrund eines Blogartikels im Web haben sich die Zuschauer nun die Meinung gebildet, die Produktionsfirma Talpa würde die Besucher von Newtopia “einkaufen”.
Tatsächlich waren beim Markt Personen anwesend, die von einer “Eventagentur” angerufen und eingeladen wurden. Der paranoide Zuschauer liest “Agentur” und bevor man sich die Alufolie um den Kopf gewickelt hat, wird schon mal auf Facebook die Produktion beleidigt, das Projekt in Frage gestellt und die Weltordnung kritisiert.

Was macht so eine Eventagentur? Sicherlich haben sie viele Aufgabenbereiche, aber einer davon ist, dass diese Agenturen günstig oder kostenlose Tickets für TV-Veranstaltungen und Shows anbieten.
Wenn sich im Vorfeld des Newtopia-Marktes also nicht genügend Stamm-Zuschauer anmelden, kann Talpa bei einer solchen Agentur anrufen und ihnen mitteilen, dass man noch Kapazitäten frei hat. Diese Agentur wiederum kontaktiert ihre Kunden und bietet ihnen an, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
Das hat den Vorteil, dass man gezielt Menschen das Angebot macht, die gern im Publikum solcher Shows sind und kein Problem damit haben, sich kurz vor einer Kamera zu zeigen.
Wenn gleichzeitig treue Newtopia-Fans vor der Tür stehen und nicht reinkommen, ist das zwar schade, aber sie hätten ja die Gelegenheit gehabt, sich rechtzeitig für die Veranstaltung anzumelden. Wäre dies geschehen, hätte Talpa erst gar nicht “projekt-fremden” Zuschauern die Möglichkeit bieten müssen, am Markt teilzunehmen.

Tatsächlich wäre es gut, wenn die Produktion den Zutritt zu Veranstaltungen vereinfachen und besser abstimmen würde. Wenn man beispielsweise vormittags noch auf Twitter dazu aufruft, spontan vorbei zu kommen, dann kann man abends keine Gäste ohne Voranmeldung wegschicken.
Das scheint die Produktion auch wohl eingesehen zu haben und hat deswegen diese Zuschauer zum nächsten “Open Steg” eingeladen.
Aber mit “eingekauften Besuchern” hat das nichts zu tun. Solche Fälle gab es allerdings bei “Promi Big Brother” auf SAT.1. Dort wurden in der ersten Staffel über Agenturen Komparsen gesucht, die sich als Zuschauer der täglichen Live-Show zur Verfügung stellen. Bis zu 30 Euro zahlten sie den Personen und rechneten es über den “Komparsenschein” ab. Um das Geld zu bekommen musste man sich nicht nur bis zum Ende der Show die schlechten Witze von Olli Pocher und Cindy anhören, sondern auch bei der Bezahlung diskret vorgehen. Immerhin befanden sich im Publikum auch noch wenige Menschen, die ihren Eintritt regulär bezahlten.

Solange also Besucher der Veranstaltungen nicht davon sprechen, sie wären nur vor Ort, weil sie als Komparse gemietet wurden, handelt es sich lediglich um eine Form der “Ticketverteilung”, aber nicht um eingekaufte Besucher.
Für die Pioniere haben diese “Hobbygäste von TV-Shows” übrigens auch einen Nachteil. Die wollen nämlich überwiegend die Produktionsstätte mal live sehen und haben keinerlei Interesse, vor Ort viel Geld auszugeben. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass im Durchschnitt nur rund 12 Euro/Person eingenommen wurde.

Bild: SAT.1

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Ein Kommentar zu “#Newtopia: Das Märchen vom “gekauften Besucher”

  1. Ich weiss von ein paar Besuchern, die eine Einladung hatten und nicht reingekommen sind. Komisch das alles jetzt anders dargestellt werden.
    TALPA versucht jetzt mit allen Mittel das Projekt zu halten.
    Wenn man genau hinsieht, sieht man doch meistens nur die gleichen Gesichter, auch langweilig muss ich sagen, bei angeblich so viele Anmeldungen.

    Kein Wunder das alles so schief läuft wie es tut. Schmierentheater brauchen wir nicht, schade das es in Deutschland nicht funktioniert hat mit Newtopia.

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