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#Newtopia: Eine Katastrophe namens “Open Steg”

open steg newtopiaDer Open Steg ist prinzipiell die wohl beste Idee aus Newtopia. Ein kleiner Teich, laue Sommerabende, schöne Musik und in einer entspannten Atmosphäre mit netten Leuten zusammenkommen und das Leben genießen. Wenn es die Stimmung zulässt, darf aus dem netten Event auch gern eine rauschende Party werden.

Soweit zur Theorie. Die Realität sieht anders aus. Und dieser Realität widmen wir uns nun Punkt für Punkt, damit wir auch nichts vergessen.

  • Den Auftakt am heutigen Abend machte Janina el Arguioui, die man bereits von The Voice of Germany kannte. Während sie dort eine gelungene Version von “Applaus, Applaus” zum Besten gab, versuchte sie es auf dem Open Steg überwiegend mit eigenen Songs.
    Der Auftritt konnte leider die Erwartungen nicht erfüllen. Janina, die sich auch selbst als „Singer & Songwriter“ vorstellte, griff zum iPad und trat mit einem Halb-Playback (Musik aus der Konserve, Gesang live) an. Obwohl derartige Auftritte natürlich weit verbreitet sind, passt es unserer Meinung nach nicht in die Atmosphäre, die der „Open Steg“ vermitteln soll.
    Eine Premiere feierte ihr Freund Christian, der zum ersten mal überhaupt auf einer Bühne stand und eine Rap-Einlage gab. Newtopia ist mit den schonungslosen Zuschauern und Berichterstattern, wir beziehen uns hier ausdrücklich mit ein, vielleicht nicht die dankbarste Plattform für ein solches Debüt. Deswegen möchten wir uns auch rückwirkend davon distanzieren, den Auftritt zu werten. Mut hat er auf jeden Fall bewiesen und so sollte man es auch honorieren.
  • Während die rund 20 Gäste an diesem Abend aufgrund der Brandgefahr Rauchverbot auf dem Gelände hatten, verschwanden die Pioniere immer wieder in großen Gruppen in die Raucherecke. Selbst während der Auftritte (!!!) saßen Pioniere dort und unterhielten sich, wodurch sie sogar ihre eigenen Einsätze verpassten.
    Julica beispielsweise war es völlig egal, dass am Ende des Abends die Besucher am Tor verabschiedet wurden, sie zog sich lieber mit den beiden Musikern zurück und plante bereits eine Zusammenarbeit nach Newtopia. “Ich kümmere mich ja hier um die anderen Gäste, da brauche ich da vorne nicht bei zu sein, …”, schleimte sie sich schon mal bei den Jungs ein.
  • Der “Pionier-Rap” war an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Von Rap zu sprechen, verbietet sich. Die Pioniere schafften es nicht, einen 6-Zeiler auswendig zu lernen. Genau genommen haben sie es nicht einmal geschafft, die schlecht formulierten Reime von einem Zettel abzulesen, versprachen sich und blamierten sich völlig.
    Das sie minutenlang brauchten um sich überhaupt zu versammeln und dann sogar noch einmal los rannten um ihre Texte zu suchen, ist bei der Blamage noch gar nicht eingerechnet.
  • Der “Haupt-Act” an diesem Abend waren der Gitarrist und Sänger der Band “Space Gang”. Die jungen Herren fühlten sich zwar als große Rockstars, gaben immer wieder an, jemanden aus der Produktion zu kennen, sangen aber eher auf dem Level einer halbwegs talentierten Schülerband. Das halbwegs talentiert darf man übrigens auch gern als diplomatisches Kompliment verstehen.
    Trotzdem, vielleicht auch deswegen, war die Stimmung überraschenderweise gut und auf Enricos Initiative hin sprangen einige Pioniere danach in den Teich.
    Nette Geschichte für die Tageszusammenfassung, aber wenn die Pioniere danach direkt duschen gehen, anstatt sich von Gästen zu verabschieden, bestehen durchaus Interessenskonflikte.
  • Relativ gut gelungen war der spontane “Poetry Slam” von Nils, der sogar einen durchaus sinnigen Text aufschrieb.
    Leider kann dieser kleine Lichtblick aber die vorherigen Punkte nicht vergessen machen.

Der eigentliche Höhepunkt war eine Zuschauerin aus Belgien, die erst zur zweiten Hälfte auf das Gelände konnte, weil sie zu lange unterwegs war. Unter Tränen erzählte sie, dass sie 9 Stunden lang ohne Pause gefahren ist, auch noch nichts gegessen hatte und sich so sehr auf ihren Newtopia-Besuch gefreut hatte. Die Pioniere versorgten sie erst einmal mit Bratwurst und Schokolade, während die Zuschauer auf Twitter gleich noch einen Bonus für die weitgereiste Frau aushandelten. Sie darf morgen noch einmal als Besucherin auf das Gelände.

Vielleicht wird unsere Zusammenfassung der ganzen Situation nicht gerecht. Aber ein paar angetrunkene Pioniere, die am Ende einer Veranstaltung in den Teich springen, wiegen die vorherigen Fehler für uns nicht auf.
Das einige von ihnen das Event fast vollständig in der Raucherecke erlebten und bereits bei der Verabschiedung lallten, ist eine Unverschämtheit. Das können und wollen wir auch gar nicht schönreden.

Eure Meinung(en) könnt Ihr uns gern auf unserer Facebook Seite schreiben, oder direkt unter diesem Artikel hinterlassen.

Bilder: Newtopia.de/live

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5 Kommentare zu “#Newtopia: Eine Katastrophe namens “Open Steg”

  1. Es war fremdschämen pur.

  2. Open Steg wird wieder von einigen Usern schön geredet.Es war eine Blamage vom feinsten.
    Immer muss getrunken werden, sie können sich nüchtern nicht unterhalten. Wenn es um die Arbeit geht, sind sie resistent, nur die Handwerker sind fleissig. Ein schlimmes Ende naht denke ich.

  3. Dieses mal habe ich auf den Open Steg verzichtet. Bereits die letzten male waren für mich Zeitverschwendung. Habe mir vorhin in einem Tagebuch durchgelesen was alles los „abging“ beim Open Steg und war doch froh, dass ich nicht wieder so viel Zeit damit verschwendete, darauf zu warten, dass es vielleicht doch noch einmal besser wird.

    Und aller wahrscheinlichkeit nach, hätte ich mich wohl nur wieder über die Pioniere aufgeregt. Vorher schon schön einen gezwitschert, in der Raucherecke sitzen, die Gäste allein lassen, die Auftritte nicht ansehen und selbst zum eigenen Auftritt dieses Chaos. Was bin ich froh, meine Zeit Sinnvoller genutzt zu haben.

    Schade das ehrliche Feedbacks von Zuschauern und Besuchern nicht zugelassen bzw. verboten werden. Denn sonst hätten sie vermutlich nachdem man die Besucher wieder schnellstens Raus gebracht hat, keinen Grund zum Feiern gehabt. Fremdschämen ist da wirklich noch Mild ausgedrückt.

  4. Der Versuch eines Newtopia ist gescheitert!

  5. Nils Auftritt war grausam….er ist durch und durch ein Verlierer.

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