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Wenig überraschend: Finale von “White Collar” [Spoiler]

white collarSo richtig viele Fans konnte die Serie “White Collar” in Deutschland wohl nicht für sich gewinnen. Anders wäre es auch wohl nicht zu erklären, dass es zwischen den Staffeln mehrfach zu einem Wechsel der ausstrahlenden Sender kam. Dabei waren die Stories, ähnlich wie bei Leverage, gar nicht mal so schlecht…

Der Meisterdieb Neal Caffrey, eigentlich auch Meisterfälscher, Betrüger…und was es sonst noch so alles gibt, wurde zur Strecke gebracht. Aus dem Hochsicherheitsgefängnis entkommen, wird er erneut von FBI Agent Peter Burke gefasst und es entwickelt sich eine Zusammenarbeit. Mit einer Fußfessel am Knöchel hilft Caffrey den FBI-Agenten Diebe und Betrüger zu fassen.
Über 5 Staffeln entwickelt sich zwischen den eher biederen FBI Agent und dem Kriminellen eine Freundschaft, die zum Teil auf einem schmalen Grat wandelt.
Immer mit dabei ist Neals bester Freund Mozzie, der vielleicht sogar noch unterhaltsamere Charakter der Serie und die Frau von Burke, Elizabeth.

Die Serie bekam mit einen verkürzten Staffel ein würdiges Ende. Es war nicht wirklich überraschend, aber innerhalb der 6 Folgen schaffte man es doch, die Geschichte zu einem vorläufigen Abschluss zu bringen. Vorläufig? Ja, denn – ab hier beginnt die Spoilerwarnung – die Türen sind für eine potentielle Fortführung, auch als Kinofilm, weit geöffnet.

In der letzten Folge, die den vielsagenden Titel “Au Revoir” trägt, verlieren die Macher wenig Zeit mit Einzelheiten, sondern streuen gezielt Hinweise darauf, dass Neal im Laufe der nächsten 45 Minuten seinen Tod vortäuschen könnte.
So kommt es dann auch. Der letzte Coup sorgt für die Verhaftung der “Pink Panther”, Neal führt den Oberbösewicht hinters Licht und sorgt indirekt dafür, dass er während der Verfolgung erschossen wird und täuscht mit Hilfe eines Giftes seinen Tod vor.
Nachdem die Macher einen Zeitsprung von einem Jahr vollzogen, sieht man Burke, der mittlerweile einen Sohn hat und ihn nach dem Ex-Partner benannte. Er schloss Frieden und freundete sich mit Mozzie an. Eine Weinflasche, die ohne Absender an Elizabeth und Peter geschickt wurde, bringt den Ermittler auf die Spur. Es dauert nur wenige Minuten, bis Peter und der Zuschauer erfährt, dass Neal mittlerweile in Paris – man kann wohl von einer neuen Identität ausgehen – als Sicherheitsberater tätig ist.
Klingt das alles holperig und konfus erzählt? Ähnlich schnell und wenig überraschend geschieht dies auch in der letzten Folge von “White Collar”. Trotzdem ist es deutlich angenehmer, als wenn Serien von den Sendern einfach abgesetzt werden und kein (vorläufiges) Ende finden. Niemand mag gern inmitten eines Buches aufhören zu lesen, nur weil der Autor kein Interesse mehr daran hatte, weiter zu schreiben und man anstelle der letzten Kapitel nur noch weiße Seiten vorfindet.

Bild: USA Network

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