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#PromiBB: Leckspiele für die Frauen – Denkspiele für die Männer

sarah nowak zungenspiele promi big brother 2015

Wer die früheren Staffeln von Big Brother schon einmal live verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht noch daran, wie intensiv Endemol die Duschszenen von bestimmten Frauen gefilmt hat.

Ein tiefgründiges Gespräch zwischen zwei Bewohner im Big Brother Haus. Ein seltener Fall. Für die Regie aber völlig uninteressant, denn zur gleichen Zeit zieht sich eine bestimmte Bewohnerin im Bad aus und nimmt eine Dusche.
Ohne zu zögern wechselt die Regie die Kameras und beginnt damit, Szenen für die Tageszusammenfassung zu drehen. Wasser und Schaum läuft zwischen den Brüsten, die Kamera zoomt. Über den Rücken perlt das Wasser, die Kamera zoomt. Anstelle des Gespräches hört man nur noch das plätschernde Wasser, im Hintergrund vielleicht jemanden mit Töpfe und Geschirr klappern. Dreht sich die Person unter der Dusche um, wird versucht auf ein Spiegelbild zu zoomen, um doch noch einen Blick zu erhaschen.
In einigen älteren Staffeln der beliebteste und fast schon perverseste Trick: auf den blank polierten Abfluss-Drehknopf in der Badewanne zoomen, der eine Perspektive bietet, die – Liebhaber ausgenommen – sonst nur der Frauenarzt hat.

Die „Sexy Bilder“ haben bei Big Brother also Tradition. Und damit es nicht nur im Haus, sondern auch live im Studio möglichst was zu sehen gibt, werden offensichtlich die „Duelle“ und die Kandidaten bestens aufeinander abgestimmt.

Ein Ball muss mit der Zunge durch ein Labyrinth geleckt werden. Klar, da müssen die Frauen ran. Durch die durchsichtige Scheibe können die Zuschauer die „Leckspiele“ (u.a. von Playmate Sarah Nowak) genau beobachten.
Einen Expander auf Brusthöhe zusammenhalten? Ein ideales Spiel für zwei Frauen, die aber zum Ärger für die Regie gar nicht lang genug durchhielten, um die altbekannten Zoom-Spielchen durchzuführen.
Im knappen Outfit miteinander auf der öligen Matte ringen? Keine Frage, ein Duell für die Frauen.

Für die Männer bleiben andere Spiele: Kopf ins Wasser stecken, Scrabble spielen, Mathe-Aufgaben lösen, Spiel-Chips stapeln und Würfel auf eine Mausefalle legen, ohne das sie auslöst.

Was für ein gnadenloser Optimist muss es sein, wer hier noch an einen Zufall glaubt? Diese konsequente Sexualisierung der „Reality-Darstellerinnen“ hat System. Und es zahlt sich offensichtlich aus, wenn man die Einschaltquoten betrachtet.
Aber wie kann das sein? Wenn man diesbezüglich Kommentare liest, dann eher aus der Kategorie „Das will doch niemand sehen.“, „Wer will denn so etwas sehen?“ und „Dafür gibt es doch Porno-Seiten, dann guckt Euch doch den Mist da an.“.
Auf der anderen Seite gibt es aber die Zuschauer, die es sehen wollen. Offensichtlich. Nur loggen die sich eher selten in soziale Netzwerke ein und schreiben: „Boah geil, könnt Ihr die Sarah nochmal duschen schicken? Ich hatte gerade einen Mords….spaß dabei.“. Logisch.

Wann immer wir in den letzten Tagen ins Live-Programm schalteten, lagen die Prominenten irgendwo im Haus verteilt rum, feierten sich selbst für ihre Genialität oder quatschten belangloses Zeug. Als SAT1-Zuschauer kann man sich vielleicht mit der Erkenntnis trösten, dass man somit nicht viel verpasst, wenn die Sendezeit mit Brust, Beine und Po ausgefüllt wird. Leider hängt es aber auch damit zusammen, dass die Produktionsfirmen und Sender genau nach obigen Kriterien die Besetzung zusammenstellen. Ein Teufelskreis, wenn man so will.

Deine Meinung zum Thema kannst Du uns wie immer gern unter diesem Artikel, auf Twitter oder unserer Facebook-Seite schreiben!

Bild: SAT1 Livescreenshot

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