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#BBsixx: So viel Aufwand für 0.33% ?

bbnews

Nach drei relativ erfolgreichen Staffeln „Promi Big Brother“ [#PromiBB] auf SAT1 kündigte der kleine „Schwestersender“ Sixx an, eine „Normalo-Staffel“ [#BBsixx] zu senden. Die Meldung kam wohl genauso überraschend, wie die Erkenntnis, dass Sixx eine seltsame Auffassung von „Normalo“ hat.
Beispiel gefällig?

Wir fragten beim Sender nach, ob sie es sich nicht wenigstens mal überlegen könnten, den ehemaligen Newtopia-Teilnehmer Candy B. zu verpflichten. Wir würden dies im Normalfall nicht unterstützen, da Candy B. schon irgendwie eine fragwürdige Persönlichkeit ist. Allerdings haben wir auch ausreichend Phantasie, um uns vorzustellen, was passieren könnte, wenn Candy B. auf die aktuellen Bewohner trifft.
Die Antwort des Sixx-Teams: „Viel zu bekannt der Typ.“
Das ist schon irgendwie seltsam. Wir sprechen von einem Teilnehmer von Newtopia, welches wegen der Einschaltquoten abgesetzt wurde. Von einem Teilnehmer, der nur ca. 2 Monate im TV zu sehen war. Auf der anderen Seite befindet sich mit Atchi ein Bewohner im Haus, der etwa ein halbes Jahr lang im RTL2-Erfolgsformat „Berlin Tag und Nacht“ zu sehen war.
Aber verwunderlich ist das nicht. TV-Sender und Produktionsfirmen gelten allgemein als beratungsresistent und hören lieber auf Statistiken von forschenden Instituten, anstatt direkt auf Wünsche der Zuschauer. Eine Verpflichtung mit anschließendem Voting, lieber online, aber notfalls auch per kostenpflichtige Anrufe, wäre aufschlussreicher gewesen. Aber was will man machen…

So schwankt Big Brother auf Sixx zwischen 1-2.5% Einschaltquote hin und her. Ein Fan-Account auf Twitter machte sich jüngst die Mühe und errechnete die durchschnittliche Einschaltquote des Formates:

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Ziel von Big Brother auf Sixx war es, die durchschnittliche Einschaltquote des Senders zu steigern. Dafür wurde das kostspielige Format eingekauft, es wurde bereits im Vorfeld ein großer Werbeaufwand betrieben und setzt dieses auch aktuell noch fort. Wer sich z.B. den SAT1-Quotenbringer The Voice of Germany anschaut, bekommt in der Werbepause den Programmhinweis zugunsten des kleinen Schwestersenders und der Reality-Show präsentiert. Auch auf SKY versucht man während der Top-Bundesligaspiele für den Livestream zu werben.
Dieser ganze Aufwand, diese ganzen Kosten, alles nur um die durchschnittliche Einschaltquote um magere 0.33% (gerundet) zu steigern?
Man muss kein Experte sein, um festzustellen, dass der Sender mit dieser Ausbeute alles andere als zufrieden sein kann. Da kann man öffentlich noch so viel Schönrederei betreiben: Big Brother 2015 ist nicht nur inhaltlich ein Flop.

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