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The Voice of Germany: Vor dem Halbfinale der 5. Staffel – Sieger und Verlierer

the voice of germany finale

Die fünfte Staffel von The Voice of Germany biegt auf die Zielgerade ein. Am Donnerstag, um 20.15 Uhr auf Pro7, werden die acht Halbfinalisten um den Einzug ins Finale singen.
Die Coaches haben, außer ihren üblichen Kommentaren, im Halbfinale nichts mehr zu melden. Über Sieg und Niederlage entscheiden ausschließlich die Zuschauer über ein kostenpflichtiges Voting.
Den Abend werden die Talente gemeinsam Star-DJ Robin Schulz eröffnen. Später stehen Solo-Auftritte und gemeinsame Gesangseinlagen mit den Coaches auf den Programm.

The Voice 2015 kam mit einigen Veränderungen daher. Co-Moderatorin, neuer Juror, verkürzte Laufzeit und sehr frühe Veröffentlichung der Singles. Wer konnte in der 5. Staffel bisher so richtig punkten?

  • Thore Schölermann wurde mit Lena Gercke eine zweite Moderatorin zur Seite gestellt. Während Thore in den vergangenen Staffeln eher als emotionaler Begleiter der Talente auffiel, der auch gern mal gegen einen der Coaches stichelte, wirkt Lena deutlich distanzierter. Die Moderation blieb während der aufgezeichneten Shows überwiegend blass. In der ersten Liveshow wurden sie deutlich präsenter, drängten sich aber nicht in den Vordergrund.
    Wenn man über das Duo sprach, dann eher über deren Kleidung, die scheinbar selten gewechselt wurde. Das hatte den Grund, dass die Produktion die Aufzeichnungen nicht chronologisch ausstrahlte und der Zusammenschnitt nicht auffallen sollte, wenn die Beteiligten stets die gleiche Kleidung trugen.
    Während Lena Gercke in den sozialen Medien wenigstens ein wenig „Heat“ erzeugen konnte, scheint Thore Schölermann kaum noch wahrgenommen zu werden. Irgendwie sinnbildlich, dass er in letzter Zeit laufend Bilder von seinem Hund „Rudi“ postet und man den Eindruck bekommt, er wolle sein Haustier zum „Medien-Star“ pushen.
  • In diesem Jahr wurden die Songs der Talente zu einem sehr frühen Zeitpunkt veröffentlicht. In den Charts sucht man sie allerdings vergeblich. Weder in den Top100 von Media Control, iTunes-Top100 oder den Top20 des letzten Wochenendes findet man einen Eintrag.
    Ungewöhnlich ist auch, dass die Coaches, die über die Plattform „The Voice“ sonst sehr erfolgreich für ihre neuen Produkte werben, in den Charts kaum stattfinden.
    Andreas Bourani war mit „Astronaut“, gemeinsam mit Sido, schon vorher weit vorn zu finden und konnte sich halten. Ansonsten kommt nach „Leichtes Gepäck“ von Silbermond, auf Platz 13, erst einmal lange Zeit gar nichts.
    Ungewöhnlich ist es vor allem vor dem Hintergrund, dass die Einschaltquoten von The Voice of Germany in diesem Jahr nicht im Keller sind. Die Songs der Talente sind qualitativ sogar sehr gut gemacht und hätten durchaus das Potential, die deutschen Top10 zu stürmen.
    Statt Chartplatzierungen findet man in den offiziellen Pressemitteilungen auch ganz aktuell Klickzahlen für Videoabrufe auf YouTube. Dort ist  Jamie-Lee mit knapp 100.000 Aufrufen der Spitzenreiter, gefolgt von Dimi Rompos, die gerade einmal etwas mehr als die Hälfte aufweisen kann.
    Hier dürften sich alle Beteiligten wohl deutlich mehr erhofft haben.
  • Mehr erhofft hat man sich als Zuschauer sicherlich auch von der Jury. Rea Garvey kehrte zurück und machte auf uns einen zunehmend arroganten Eindruck. Das allerdings ohne nennenswerten Grund, denn sein „Irish-Rock“-Konzept hat bis jetzt keinen echten „Burner“ hervorgebracht. Die Fantas wirken in manchen Situationen schon alt, Stefanie „Ne?“`t sich durch die Sendung und Andreas` Ähnlichkeit mit Xavier Naidoo lässt ihn manchmal wie eine Abklatsch wirken – nur mit deutlich weniger Erfolge.
    Vielleicht ist es dem Stress der tagelangen Aufzeichnungen geschuldet, aber häufig wirkten die Coaches lustlos und die Scherze einstudiert. Unter Umständen sollte man für die 6. Staffel im Jahr 2016 einen Schnitt machen und die komplette Jury austauschen, um etwas frischen Wind in die Show zu bekommen.
  • Als Gewinner dürfte Pro7 aus dieser Staffel gehen. Obwohl es keine Rekord-Einschaltquoten mehr gibt, wird man die Aufwertung der Marktanteile durch die alleinige Ausstrahlung der Liveshows durchaus dankbar mitnehmen.
    Alles in allem kann man wohl schon jetzt festhalten, dass The Voice of Germany 2015 kein Spektakel, kein Feuerwerk war, aber solide. Verwöhnt durch die erste Staffel von #TVOG hatte man als Zuschauer vielleicht größere Erwartungen. Wenn man diese Haltung aber der aktuellen Situation anpasst, bleibt The Voice die hochwertigste Castingshow im deutschen Fernsehen – …auch wenn Leistungsabfall zwischen den Aufzeichnungen und der Liveshows auffällig war und den Verdacht der technischen Trickserei aufkommen lässt.
    So oder so, die Sendung und das Konzept bleibt für uns ein Highlight im TV-Kalender. Auch 2016.

Bilder: Pro7

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