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#ESC Unser Lied für Stockholm: Das sind die Kandidaten und Songs

Heut Abend, um 20.15 Uhr zeigt die ARD den deutschen Vorentscheid zum #ESC: Unser Lied für Stockholm. In der, von Barbara Schöneberger moderierten, Show werden folgende Kandidaten antreten:

Alex Diehl – Nur ein Lied
Nach den Terroranschlägen in Paris setzte sich der Musiker hin und schrieb innerhalb von 15 Minuten den Titel „Nur ein Lied“. Noch in der gleichen Nacht nahm er mit dem Handy ein Video für YouTube auf und landete damit einen viralen Hit.
Wenn man aber mittlerweile die (ausbleibenden) Reaktionen auf Terroranschläge, wie z.B. in der Türkei, sieht, könnte dieser emotionale Zug abgefahren sein. So hart es klingt, es bleibt wohl ein wahres Wort.

Avantasia – Mystery of a blood red Rose
Avantasia ist ein Musikprojekt mit wechselnden Musikern. Die Idee zur „Metal-Oper“ hat Tobias Sammet während einer Tour und spielt seitdem mit vielen Größen der Branche zusammen. Obwohl das international ziemlich erfolgreich ist, sind wir gespannt darauf, wie es sich mit dem ESC vereinbaren lässt. Wir haben Zweifel daran, dass das Publikum sich am Donnerstag überzeugen lässt.

Ella Endlich – Adrenalin
Die Sängerin dürfte den meisten wohl durch ihren neu aufgelegten Hit „Küss mich, halt mich, lieb mich“ bekannt sein. Das Schlagersternchen ist aber schon ewig im Geschäft und erfüllt sich mit der Teilnahme am Vorentscheid einen Jugendtraum. Als Teil der aktuellen Carmen Nebel Show sollte man ihre Rolle nicht unterschätzen: immerhin wird der Vorentscheid von der ARD ausgestrahlt.

Gregorian – Masters of Chant
Der Kloster-Pop erinnert nicht ohne Grund an die Enigma-Hits der 90er Jahre. Der Mann hinter den Kulissen, Frank Peterson, ist der Gleiche. Was damals noch revolutionär und neu war, klingt mittlerweile eher nach Mittelaltermarkt und wirkt ziemlich abgedroschen.

Jamie Lee Kriewitz – Ghost
Die „Fanta 4“ haben Jamie Lee bis zum Sieg von The Voice of Germany 2015 unterstützt und sind nun auch die Hintermänner ihrer ESC-Teilnahme. Die Sängerin mit dem „Manga-Style“ könnte unter Umständen ihre eigene Zielgruppe im deutschen Vorentscheid mitbringen. Ob das zum Sieg ausreicht, muss man dann sehen. Aber mit einem etwas dezenteren Outfit könnte sie vielleicht auch das ARD-Publikum auf ihre Seite ziehen.

Joco – Full Moon
Die Schwestern Josepha und Cosima werden auf der offiziellen Seite des Vorentscheides mit Simon & Garfunkel verglichen. Unsere Hörprobe ließ uns aber direkt zu dem Entschluss kommen, dass es für die beiden Musikerinnen an diesem Abend sehr sicher nicht reichen wird. Alles andere wäre schon eine ziemliche Überraschung. Der Song „Full Moon“ klingt in etwa so interessant, wie die Tapete, vor denen sie auf den Pressebildern posieren.

Keoma – Protected
Hinter dem Duo stecken die Musiker Kat Frankie und Chris Klopfer, die laut eigener Meinung den Sound zum weltoffenen und modernen Deutschland liefern. Sie bezeichnen es selbst als „Night Drive Pop“ und wir sind uns sicher, wer „Protected“ nachts auf der Autobahn hört, stirbt leise und friedlich, während des Schlafes.

Laura Pinski – Under the sun we are one
Wir sind uns nicht sicher, aber kann es sein, dass Ralph Siegel der geistige Vater von Menderes Bagci ist? Was Menderes das RTL-Format DSDS ist, ist Ralph der Eurovision Song Contest. Laura Pinski singt mit ihren 19 Jahren eine typische Siegel-Produktion, von der es auf der offiziellen Homepage nur 45 Sekunden zu hören gibt. Und ehrlich gesagt reichen diese 45 Sekunden auch völlig aus.

Luxuslärm – Solange Liebe in mir wohnt
Die Band um Sängerin Jini Meyer hat sich nach zuletzt eher durchwachsener Leistung mit einem starken Album zurückgemeldet. Mit dem Song „Solange Liebe in mir wohnt“ zählen wir sie zu den Favoriten des heutigen Abends. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie vielleicht den bekanntesten Namen aller Teilnehmer haben dürften.

Woods of Birnam – Lift me up (from the Underground)
Woods of Birnam erfüllt vielleicht die Kultur-Quote in der ARD. Shakespeare, Macbeth, Wälder von Birnam usw. – …ändert aber rein gar nichts daran, dass der Song sich nach WDR4 Abendprogramm anhört und bei uns völlig durchfällt.

Luxuslärm. Jamie-Lee Kriewitz. Und wahrscheinlich der YouTuber Alex Diehl. So könnte unserer Meinung nach das Top3-Duell am Donnerstagabend um den Gewinn des Vorentscheides heißen.
Aber wir zählen darauf, dass Ihr Euch auf unserer Facebook-Seite oder in den Kommentaren mit Eurer Meinung äußert und uns klarmacht, warum wir total falsch liegen.

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4 Kommentare zu “#ESC Unser Lied für Stockholm: Das sind die Kandidaten und Songs

  1. An dieser Stelle sind Spekulationen ja völlig Gefahr- und folgenlos, auch wenn ich mich hier Eurer Einschätzung in Sachen Luxuslärm anschließe.

    Das fällt umso leichter, als die möglichen Alternativen viel zu bedeutungs- und inhaltslos sind, um sie überhaupt ernst zu nehmen.
    Wenn das singende Tamagotchi wieder trotz fehlender Substanz erfolgreich sein, kann man nicht nur TVOG sondern auch den ESC nicht mehr ernst nehmen.
    Wobei ich das ehrlich gesagt ohnehin nicht tue, nicht nur wegen der inzwischen schon traditionell peinlichen Vor- und Vor-vorentscheide, sondern auch auch wegen der unfähigen bis peinlichen Barbara Schöneberger.

    Schlimmer finde ich da schon die Spekulationen, wie sie auch hier in dem inzwischen verschwundenen Domian-Thread zu lesen waren.

    Ich hatte keine Sekunde einen Zweifel an dem Fake-Anruf. Man muss schon das Sendungsbewusstsein und die Naivität von Jürgen Domian haben, um einen solchen Schwachsinn noch ernst zu nehmen.
    Domian wird schon seit einigen Jahren regelmäßig verarscht, und merkt es meistens nicht oder zu spät.
    Das Format ist schon seit langem eine Karikatur seiner selbst: Domian hat einfach viel zu spät den Absprung geschafft, der hätte nach meiner Meinung schon vor 2-3 Jahren erfolgen müssen, dann hätte man diese einst grandiose Sendung auch in guter Erinnerung halten können.

    Schade, denn jetzt (und besonders nach dieser peinlichen Vorstellung von Domian) wird daraus nichts mehr.

  2. Also nachdem ich alles gehört habe korrigiere ich mich insoweit, dass ich den Siegel zwar noch immer nicht mag, aber sein Song mit Laura ist der kompatibelste für den ESC, dann möge er auch gewinnen.

  3. Chance vertan: die Hard-Rocker sind ohne Chance, das Tamagotchi mit dem Playback kann ja nicht mal richtig, und schon gar nicht englisch singen. Tja, und das Spontan-Paris-Lied ist bis Mitte Mai auch nur noch Schnee von gestern.

    Laura Pinski hat es für den ESC eigentlich am besten gemacht, shit happens.

  4. der Stampf-Playback-Song ohne Gesang hat es geschafft, wie bekloppt sind eigentlich die Anrufer, einem einen solchen Mist zuzumuten?

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