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#CodeBlack: Ein neuer Stern am Serienhimmel?

code-blackDer Code Black wird im kalifornischen Gesundheitssystem ausgerufen, wenn die Zahl eingelieferter Notfälle die Kapazitäten einer Notaufnahme überschreiten und die Erstversorgung jeden Moment zusammenbrechen könnte.
Statistisch, so lernen wir derzeit, herrscht im durchschnittlichen US-Krankenhaus fünf mal jährlich Code Black. Im Angels Memorial, Los Angeles, soll das 300 mal jährlich der Fall sein.

Die Serie Code Black kommt erst einmal völlig überzogen daher, beruht aber auf eine Dokumentation, die tendenziell genau diesen Zustand beschreibt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man das Gefühl hat, die Drehbücher wären nach einer Überdosis Koffein geschrieben worden.
Direkt in den ersten vier Folgen prasseln die Schicksalsgeschichten der Protagonisten auf den Zuschauer ein, als gäbe es kein Morgen mehr. Oberärztin Dr. Leanne Rorish hat ihre ganze Familie bei einem Autounfall verloren. Dr. Guthrie hat ein angespanntes Verhältnis zu seinem Sohn, weil er in dessen Kindheit nie Zeit für ihn hatte. Sehr passend, dass der nun die Leitung der Chirurgie übernehmen soll. Dann könnten sie ja demnächst mehr Zeit miteinander verbringen.
Ärztin Christa hat ihr Kind verloren, Malaya kämpft mit Vorurteilen, weil die junge Ärztin aus dem eigenen Hause stammt, Mario hat es aus dem Ghetto zum Arzt geschafft und Angus Leighton macht der „Rockstar mit Skalpell“-Ruf seines Bruders wohl leicht zu schaffen.
Richtig albern wird es aber erst, wenn sich der Chefpfleger Jesse Sallander ständig „Mama“ und leitende Oberärztin Dr. Rorish „Papa“ nennen. Hier sollte direkt ein Kult geprägt werden, der völlig aufgesetzt wirkt.

Nachdem die Ärzte von Greys Anatomy schon alles, außer vielleicht eine Alien-Entführung, erlebt haben, Emergency Room und General Hospital schon vor Ewigkeiten eingestellt wurden, sehnen sich Serienfans nach guten Krankenhaus-Serien. Um aber wirklich mit diesen Klassikern in einem Atemzug genannt werden zu dürfen, muss Code Black noch einen sehr weiten Weg gehen. Für diesen Weg sollte man sich noch die ein oder andere Schicksalsgeschichte aufheben und nicht gleich alles in den ersten Folgen verpulvern.

Nach unserem Stand stehen noch 14 Folgen in der ersten Staffel aus. Wir bleiben trotzdem dran und sehen, wie sich das Geschehen weiter entwickelt. Die Hoffnung auf einen neuen Stern am (Krankenhaus-) Serienhimmel bleibt weiter bestehen.

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