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#Bones: Das Aus nach Staffel 12

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Es ist offiziell. Nach 12 Staffeln gehören die Geschichten von Dr. Temperance Brennan und dem FBI-Agenten Seeley Both zur TV-Geschichte und die Serie „Bones“ wird nicht länger fortgesetzt.
12 Episoden lang werden die Autoren die treuen Zuschauer und Fans der Serie einen akzeptablem Abschluss präsentieren.

Bones unterliegt damit dem Schicksal aller Serien, denen irgendwann die Luft ausgeht, weil einfach alles erzählt wurde. Das Interesse sinkt, die Einschaltquote direkt mit und irgendwann ist das Aus nicht abwendbar.

Die Entwicklungen von Bones wurden allerdings auch immer abstrakter. Brennan wurde zwar schon immer als sehr intelligent dargestellt, hatte aber anfangs Probleme mit dem zwischenmenschlichen Verhalten. Dies besserte sich zwischenzeitlich, bis man wohl feststellte, dass der Charakter dadurch langweilig wird. Die Umkehr gelang nicht wirklich, denn phasenweise wirkte sie durch diese Versuche sogar schon eher dümmlich.
Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Noch viel schlimmer ist die völlig kuriose Entwicklung von Angela Montenegro, die von der Straßen-Malerin zur absoluten Computer-Spezialistin wurde. Quasi ein McGyver der Forensik: Tatwaffe und Name des Opfers, schon konnte Angela am Computer eine komplette 3D-Animation des Tathergangs erstellen – notfalls auch als Kinoversion in HD-Qualität und Dolby Surround.
Aber auch andere Geschichten sind nicht wirklich nachvollziehbar. So erlebt man die anderen Protagonisten fast nur durch Erzählungen am Arbeitsplatz, Tatort oder der Frühstücksbar, soll aber mitfiebern, wenn Hodgins sein Geld verliert, mit einer Geschäftsidee wieder vermögend wird und dann aus pseudomoralischen Gründen darauf verzichtet, das Familienvermögen zurück zu bekommen. Viele Charaktere und ihre Geschichten hätten es verdient, mit etwas mehr Tiefgang und einem eigenen Set erzählt zu werden. Und nicht nur durch Randbemerkungen während man Knochen sortiert.

Über lange Zeit hinweg bedauerten wir auch den Abgang von Dr. Zack Addy, dessen Charakter in der Serie von Eric Millegan fantastisch gespielt wurde. Ähnlich erging es dem Zuschauer nach dem Tod von Dr. Lance Sweets, der aber immerhin durch Special Agent James Aubrey einen sehr sympathischen Nachfolger bekam.

Zum Ende von Staffel 10 konnte man meinen, es würde der große Schnitt im Cast von Bones kommen. Angela und Hodgins waren schon fast mit gepackten Koffern auf dem Weg nach Paris, Brennan selbst wollte mit Both ein neues Leben beginnen. Der Auftakt zur 11. Staffel hätte ein großer Schnitt werden können, wurde aber im Endeffekt nur ein kleines Schnittchen. Offenbar führte dies nicht zum gewünschten Erfolg.

Positiv sollte man erwähnen, dass die Serie nach so vielen Jahren wenigstens die Chance bekommt, sich mit einer finalen Staffel von den Fans zu verabschieden.  Mit 12 Folgen ist sie zwar deutlich kürzer, als die vorhergehenden, aber trotzdem bleibt ausreichend Zeit. Hoffen wir, dass sich die Autoren noch ein paar gute Geschichten einfallen lassen.

In Deutschland wartet man derzeit noch auf die 11. Staffel. Das Finale soll erst Anfang 2017 in den USA ausgestrahlt werden. Es bleibt also noch genügend Zeit, sich mit dem Ende von Bones anzufreunden.

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