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Unforgettable: Der 3. Tod ist endgültig

unforgettable

Totgesagte leben länger, so heißt es gern. Im Fall der Serie „Unforgettable“ mag das wirklich stimmen. Aber die Serie wurde nun zum 3. mal abgesetzt und nun ist auch wohl endgültig.

Um was geht es überhaupt?
Al Burns, gespielt von Dylan Wash (u.a. „Wir waren Helden“ und „Nip/Tuck“), ermittelt in der Mordkommission des NYPD. Am Tatort trifft er auf seine ehemalige Partnerin und Liebe seines Lebens, Carrie Wells, die als Zeugin vernommen wird.
Carrie, gespielt von Poppy Montgomery, hat eine seltene Krankheit, die für sie eigentlich eher eine Gabe ist: sie vergisst absolut nichts, was sie schon einmal – auch beiläufig – gesehen hat.
Vor einigen Jahren kehrte sie der Polizei, sowie ihrem Kollegen und Geliebten Al Burns, den Rücken, weil sie am Versuch scheiterte, den Mord an ihrer Schwester aufzuklären.
Mit dem Auftakt der Serie kehrt sie, selbstverständlich, in den Polizeidienst zurück.

In Deutschland scheint mir die Serie um Poppy Montgomery, die zuvor auch lange Zeit bei „Without a Trace“ mitspielte, keine wesentliche Rolle gespielt zu haben. Ausgestrahlt wird sie hierzulande bei TNT Glitz. Trotzdem ist diese Stehaufserie meiner Meinung nach durchaus ein Serienmarathon wert.

Unabhängig von den Einschaltquoten scheint sich „Unforgettable“ auch ein Stück weit unter den Rahmenbedingungen selbst abgeschafft zu haben.
In der ersten Staffel versammelten sich um die beiden Hauptdarsteller Carrie und Al einige interessante Nebencharaktere, die nach und nach anfingen sich selbst stärker in die Serie einzubringen. Nicht selten sind Serien über Personen mit besonderen Gaben immer gleich gestrickt. Nehmen wir beispielsweise „Ghost Whisperer“ oder „Medium“: die Frauen sind immer superlieb, werden von allen gemocht, stets fair und aalglatt bis zur unendlichen Langeweile.
Auch Carrie wird als grundsätzlich guter Mensch dargestellt, nutzt ihre Gabe aber um bei illegalen Glücksspielen Geld zu verdienen, welches sie dringend benötigt um das Altenheim ihrer Mutter zu bezahlen. Zudem gibt ihr das Glücksspiel einen Adrenalin-Kick, der sie entspannen lässt. So verhält es sich scheinbar auch mit ihren vielen Flirts. Die dominant, frech und zum Teil frech auftretende Carrie hebt sich vom „Ich habe da diese Gabe“-Riege ab.
Mit der zweiten Staffel ändert sich allerdings so einiges. Nachdem die Serie bereits abgesetzt und von einem anderen Sender übernommen wurde, ändert sich mit einer Ausnahme der komplette Cast. Der rote Faden, der Mord an Carries Schwester, ist aufgeklärt und es gibt keine neue Storyline, die neben dem Tagesgeschäft fortgeführt wird. Nebencharaktere spielen nur noch eine kleine Rolle und die Beziehung zwischen Carrie und Al dürfte bei Facebook wohl den Status „es ist kompliziert“ haben.
Die Rothaarige entwickelt sich zu einer „Flirt-Nymphomanin“, auch wenn es dieses Wort gar nicht gibt. Al steht eifersüchtig daneben, wenn beispielsweise ein bisher unbekannter Ehemann auftaucht (wie konnte sie den denn nun vergessen!?), den Carrie küsst. Abgeschreckt wird er aber nicht. Stattdessen scheint seine grenzenlose Zuneigung zur alten Liebe durch ihre Flirts eher noch angeheizt und so enden immer mehr Folgen mit der vielsagenden Einladung zu einem gemeinsamen….“Drink“.
Natürlich gibt es, außer diese Beziehung, auch noch andere Fragezeichen. Beispielsweise sollte Carrie nach der ersten Folge als Beraterin für das NYPD, respektive für Al Burns, tätig sein, kehrt dann aber sofort als vollwertige Polizistin mit Dienstmarke und Waffe zurück.
Nichts gegen kleine Erzählfehler, die unter Umständen auch der Synchronisation oder dem Schnitt zum Opfer geworden sind – wesentlicher ist da schon der Verdacht, dass es vielleicht aufgrund des geringeren Budgets weniger tiefgründig zur Sache ging.

Aber sei es drum. Am 5. Mai strahlt TNT Glitz in Deutschland die 13. Folge der vierten Staffel und somit das endgültige Ende der Serie aus.
Poppy Montgomery soll bereits für die Pilot-Folge von „Furst Born“ verpflichtet worden sein. Dabei wird es wohl um eine Ärztin und Mutter von Zwillingen gehen, die herausfindet, dass sie adoptiert wurde. Ihre Eltern sollen extravagante, aber liebevoller Drag-Racer sein. Auf den ersten Blick eine ziemlich kuriose Story.
Dylan Walsh steht für die Mini-Serie „When we Rise“ vor der Kamera. Das Projekt des US-Senders ABC thematisiert wohl die Bürgerrechte von Homosexuellen, Bisexuellen und Transsexuellen.

Bild: TNT

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