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#ESC2016: Jamie-Lee auf den letzten Platz und das Land auf Fehlersuche

unklAm letzten Samstag war es wieder einmal soweit. Europa und alles was sich spontan irgendwie diesem Kontinent verbunden fühlte, warf sich in übertrieben glitzernde Kleider und trat mit einer heuchlerisch, übertriebenen Fröhlichkeit vor die Kamera, um  den Eurovision Song Contest abzuhalten.

Über gefühlte 47 Stunden hat man sich irgendwelche völlig unbekannten Interpreten mit ebenso unbekannten Songs angehört. Dummes Grinsen, schlechte Scherze und mehr MakeUp, als auf dem letzten Christopher Street Day. Nur um dann am Ende der Show wieder einmal festzustellen, dass uns Deutsche niemand leiden kann und wir uns erfolgreich die goldene Ananas gesichert haben – zum zweiten mal in Folge.

Danach folgte eine Analyse nach Art des Deutschen. Wer war Schuld? Jamie Lee, der Song und natürlich die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Die Experten gruben noch ein wenig tiefer und machten die mangelnden Promo-Termine im europäischen Ausland dafür verantwortlich.

Gewonnen hat die Veranstaltung, die stets darauf besteht, nicht politisch zu sein, übrigens ein Act aus der Ukraine. Mit einem Lied über einen aktuellen, politischen Konflikt, welches in Wahrheit aber über eine alte biographische Geschichte handeln soll. Natürlich.

Es ist nicht zu ändern. Und die ganze Analyse der Situation führt letztendlich dazu, dass man im nächsten Jahr wieder einen Künstler zu einer Veranstaltung schickt, um ihn vor einem Millionen-Publikum zu demütigen.
Man muss anerkennen, was der ESC ist. Und das ist nun einmal kein unpolitischer, fairer Gesangswettbewerb. Gebt der Veranstaltung den deutschen Vertreter, den sie verdient. Beispielsweise einen Satiriker, der nur mit einer Gitarre bewaffnet auf der Bühne über sämtliche Klischees unserer europäischen Nachbarn herzieht. Meinetwegen auch Micky Krause mit der Neuauflage von 10 nackten Friseusen. Hauptsache es ist ein Künstler, der den ESC nicht so ernst nimmt, wie die Veranstaltung sich selbst.

ESC ist, was Du daraus machst. Deswegen bleibt der Fernseher im nächsten Jahr aus: Lebenszeit kann man auch anders verschwenden. 

[T]

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