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"Die Traumfrauen": Kein Traum-Film, aber …

Am Abend bevor sie nach langjähriger Beziehung bei Philipp (Dejan Bućin) einziehen will, entdeckt Leni (Hannah Herzsprung) beim Skype-Gespräch mit ihrem Liebsten im Hintergrund eine halbnackte Frau.
Zum Glück nimmt ihre Schwester Hannah (Karoline Herfurth) sie bei sich auf, der es ähnlich bescheiden geht. Deren Job in einer der besten Wirtschaftskanzleien ist nicht so ihr Ding und der seltsame Kollege Constantin (Max von Thun) darf sie zwar regelmäßig oral befriedigen, an einer Beziehung ist der aber nicht interessiert.
Die Dritte in der neuen Wohngemeinschaft ist die Freundin Vivienne (Palina Rojinski), die den Männern nicht nachheult, sondern sie nächteweise abschleppt. 
Während Hannah bei einem Mädelsabend im Club Constantin in der Menge entdeckt und sich gleich wieder an ihn hängt, lernt Leni den netten und unglaublich hilfsbereiten Ex-Kinderstar Joseph (Elyas M’Barek) kennen. Doch dann verliebt sie sich erst mal in den Musiker Guy (Doron Amit).
Vivienne wiederum läuft Hundeliebhaber und Nudeldesigner Peter Müller (Frederick Lau) über den Weg und beginnt, an ihrer Keine-Beziehungs-Politik zu zweifeln.
Zwischenzeitlich hat auch Margaux (Iris Berben), die Mutter der Schwestern, gerade Liebeskummer, denn Familienvater Carl (Friedrich von Thun) hat sie nach 35 Ehejahren für eine Jüngere verlassen.

Für deutsche „Romantik-Komödien“, und nicht nur für die, ist dieses chaotische Geflecht ja schon fast eine Pflicht. Und so dauert es halt auch in „Die Traumfrauen“, bis man die Verbindungen der Protagonisten ein wenig sortieren kann.
Viel schlimmer sind aber die zwanghaften Gastauftritte diverser Prominente, die dem Zuschauer das Gefühl geben, sie wären gerade in einer schlechten Sketch-Show gelandet.
Wer aber meint, unlustiger als der Bully-Auftritt als schräger Hippie-Kassierer könnte es nicht mehr werden, wird eines Besseren belehrt.
„Ich glaube, ich habe das Internet gelöscht.“, erklärt Iris Berben in einer Szene und man fällt vom Glauben ab. Da zahlt die Produktion die Gagen der deutschen Schauspiel-Elite, verzichtet aber auf jemanden, der einen solchen Film mit 2-3 Gags versorgen könnte, die zuvor noch nicht 14 Millionen mal in alten Werbespots zu hören waren.

Auch wenn man kein Freund von deutschen Filmen ist, muss man zugestehen, dass die Schauspieler eigentlich durchaus was können. Warum man sie davon abgehalten hat, dies auch zu zeigen, bleibt wohl ein Geheimnis.

Fazit: Sonntagnachmittag, Regen und keine Lust vom Sofa aufzustehen? Bevor ein spannender Thriller Euch davon abhält, zwischendurch mal ein paar Minuten die Augen zu schließen, könnt Ihr Euch „Die Traumfrauen“ anschauen.

 

[T]

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