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#NinjaWarriorGermany: Und der Sieger ist…

…RTL!
Während der Sender sich über überraschend gute Einschaltquoten freut, gehen die Kandidaten leider leer aus.

ninjawarriorgermanyÜber insgesamt 5 Ausgaben schickte der Sender 240 Teilnehmer auf einen kraftraubenden Parcours, der ihnen vollstes Geschick abverlangte und sie konditionell ans Limit brachte.
Am Samstag sendete RTL nun das Finale. Alle qualifizierten Teilnehmer standen vor der Aufgabe, vier verschiedene Parcours unter strengen, zeitlichen Limit zu absolvieren. Nur ein einziger Kandidat, Oliver Edelmann, schaffte es überhaupt in die 2. Runde, in der er aber relativ schnell scheiterte.
Der einzige Gewinner an diesem Abend lautete also RTL, der Sender sparte nicht nur die 100.000 Euro Gewinnprämie, sondern verkündete aufgrund der guten Einschaltquoten auch die Fortsetzung im nächsten Jahr.

Eine 5-teilige Show, die keinen Gewinner hat? In den USA funktionierte dieses Konzept, denn dort wurde in Staffel 7 (!!!) überhaupt der erste Gewinner, der „Ninja Warrior“, gekürt. In Deutschland scheint das den Zuschauern eher nicht so zu gefallen. Zumindest häuften sich auf Twitter die ironischen Kommentare wie…
….das ist die einzige Sendung, in der ein Zuschauer mit den 5000 Euro per Telefonquiz mehr gewonnen hat, als der Kandidat…“.

Bei der „BILD“ führte das zu massiver Verwirrung. Dort schwankte man innerhalb eines Artikels mehrfach zwischen „Gewinner“ und „erfolgreichster Teilnehmer“, zwischen 100.000 Euro die gewonnen wurden, oder eben auch nicht.

Aber nicht nur der ausbleibende Sieger ist zu bemängeln. Auch der Ablauf der Show langweilt auf Dauer ziemlich.
Während es noch zu verzeihen war, dass die Qualifikationssendungen nicht live ausgestrahlt wurden, hätte man dies vom Finale durchaus erwarten können. Zudem ist es aufgrund der enormen Teilnehmer-Anzahl schwierig, einen persönlichen Favoriten auszumachen. Die Sache wird dann auch noch erschwert, weil dieser Favorit, sollte man den einen gefunden haben, im Finale vielleicht nur im Schnelldurchlauf mit anderen Verlierern gezeigt wird.
Allerdings ist es absolut positiv zu bewerten, dass weder eine dummschwätzerische Jury über irgendwas entscheidet, noch irgendwelche trashigen Schicksalsgeschichten inszeniert werden. Man hat die Ansprüche ja mittlerweile so weit runtergeschraubt….

Die Spannung wurde allerdings zum großen Finale gänzlich genommen, da die aufgezeichnete Show um 23 Uhr enden sollte und der letzte verbliebene Kandidat um 22.55 Uhr erst zur 2. Runde antrat. Es war also schon rein zeitlich nicht mehr möglich, dass er Runde 3 und 4 auch noch innerhalb dieser Sendezeit bestreiten konnte.

Im Prinzip stößt das Format auf großes Interesse beim Zuschauer. RTL wäre aber vielleicht gut beraten, an Details zu arbeiten. Neben der Teilnehmeranzahl sollte man zumindest das Finale live übertragen und dem erfolgreichsten Teilnehmer wenigstens einen kleinen Gewinn, beispielsweise ein Auto oder eine Reise, in Aussicht stellen.
Das ansonsten vielversprechende Format bedarf aber keine Generalüberholung, das steht schon einmal fest.

Bild: RTL

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