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WWE-Wrestler Roman Reigns in Gefahr?

Roman Reigns in GefahrSeit etwa zwei Jahren versucht die WWE den Wrestler Roman Reigns als Publikumsliebling zu etablieren. Wenn man nun behauptet, diese Bemühungen würden eher nicht so optimal laufen, wäre es wohl die Untertreibung schlechthin.
Wohin man auch schaut, Roman Reigns stehen die Fans nicht nur kritisch gegenüber, ihm schlägt zum Teil der pure Hass entgegen. Es ist schon längst üblich, die massiven Buh-Rufe des Publikums in den Hallen für TV-Shows mit anderen Tonspuren zu überspielen. Und trotzdem versucht man diesen Weg unbeirrt weiter zu gehen.

Der Anfang dieser Entwicklung erscheint uns als Außenstehende eher harmlos. Es ist üblich im Geschäft, dass die Akteure im Ring von den Verantwortlichen hinter den Kulissen je nach Bedarf eingesetzt werden und so agieren müssen. Wahrscheinlich war es die Entscheidung des WWE-Besitzers Vince McMahon, Reigns zum neuen Publikumsliebling aufbauen zu wollen. Das Problem war nur, dass die Zuschauer so überhaupt gar keine Lust auf ihn hatten. So entwickelte sich eine Spirale, die scheinbar noch nicht ihren endgültigen Tiefpunkt erreicht hat: auf der einen Seite der sture WWE-Boss, der sein Vorhaben einfach nicht aufgeben will. Auf der anderen Seite das Publikum, dass sich in diese Ablehnung mittlerweile exzessiv  reinsteigert und es vielleicht auch unbewusst als Machtprobe ansieht.
Wenn man den Worten von Martin Guerro, dem deutschen YouTuber und WWE-Kenner, Glauben schenkt, scheint diese Entwicklung mittlerweile gefährliche Formen anzunehmen.
Martin erklärte in seinem Rückblick auf die Wrestling-Großveranstaltung „Royal Rumble“, er befürchte irgendwann in seinen News darüber sprechen zu müssen, man habe Roman Reigns auf offener Straße erschossen.
Auf dem ersten Blick mag das, besonders als Außenstehender, maßlos übertrieben zu sein. Wenn man aber mitbekommt, wie häufig mittlerweile Zuschauer plötzlich Wrestler im Rahmen einer Veranstaltung attackierten, oder dies zumindest versuchten, klingt das gar nicht mehr so übertrieben.
Berücksichtigt man nun noch die Tatsache, dass die Gesellschaft sich immer häufiger in den sozialen Netzwerken völlig unterirdisch agiert und wie völlig lächerliche Diskussionen und Themen dort eskalieren können, sind seine Sorgen schon irgendwie berechtigt.
Selbst wenn es nicht zum Äußersten kommen sollte, so könnte die Karriere und das Leben des Wrestlers trotzdem nachhaltigen Schaden nehmen. Vom Zustand, dass das weltweit wohl größte Wrestling-Publikum die Nase überwiegend gestrichen voll von einem Akteur hat, obwohl der auch nur seine Arbeit macht, könnte der sich irgendwann einmal nicht mehr erholen. Und das wäre nicht nur beruflich ein Problem, wenn die Engagements ausbleiben, sondern könnte auch psychisch zu einer extremen Belastung werden.
Vielleicht sollte das den fanatischen Fans im Publikum auch einmal bewusst werden, bevor sie handeln, obwohl ein Wrestler dies nicht absichtlich und aus Gründen der Dramaturgie provoziert hat: es sind letztendlich Menschen, die dort versuchen mit harter Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Erwachsene im Publikum sollten diese Feinheiten des Geschäftes erkennen können.

Bild: Chairman of the Joint Chiefs of Staff

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