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Iron Fist: Wurfsterne aus Alufolie | #Netflix #IronFist

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Mit großen Aufwand bewarb der Streamingdienst NETFLIX den Start der neusten Marvel-Serie „Iron Fist“. Und obwohl sich die Kritiker schon vorab eher launisch zeigten, haben wir uns die erste Staffel angesehen. Leider.

Bei der Recherche stießen wir auf einen Artikel, in dem Hauptdarsteller Finn Jones schon im Vorfeld Gründe dafür gefunden hatte, warum „Iron Fist“ nicht gut ankommen könnte: der von ihm verkörperte Danny Rand sei ein weißer Milliardär. Genauso wie Donald Trump.
Diese Ausrede überbietet sogar noch unsere Lieblingsszene aus der Serie, in der Wurfsterne aus Alufolie gefaltet werden und spielend leicht in Metall eindringen.
Übrigens kämpft die „Iron Fist“ Danny Rand auch gegen einen weißen Milliardär, der in einem New Yorker Hochhaus lebt. Womit auch wirklich dem letzten Zweifler klar werden dürfte, dass diese Theorie der reinste Unfug ist. Das diese Serie schlichtweg nicht gut ist, hat viele Gründe. Aber Donald Trump ist keiner davon.

Was kann die „Iron Fist“ überhaupt? Im Prinzip ist Danny Rand ein ganz normaler Kung-Fu Kämpfer, der seine Faust zum leuchten bringen kann und dann über eine gewaltige Schlagkraft verfügt.
Das klingt jetzt nicht sonderlich spektakulär, wird aber noch banaler durch die Tatsache, dass er ständig Probleme hat, seine innere Mitte zu finden und die „Iron Fist“ dadurch gar nicht funktioniert. Da hat dann scheinbar das 15jährige Training in einem mystischen Kloster aus einer anderen Welt irgendwie versagt.

Die Staffel hat 13 Folgen, die fast alle an der Grenze von 60 Minuten kratzen. Entweder darf man die Serie als zu lang bezeichnen, oder die Drehbuchschreiber als zu einfallslos. Obwohl die Charaktere laufend die Seiten wechseln, findet da keinerlei vernünftige Entwicklung statt. Von der langatmigen Story mal ganz abgesehen, werden die übertrieben sinnlos geführten Dialoge von Episode zu Episode eher nerviger. Irgendwann hat man einfach einen Punkt erreicht, an dem man sich nur noch wünscht, die Staffel möchte bitte ein schnelles Ende finden.
Tatsächlich gelingt es den Machern im Verlauf doch tatsächlich, den einzig interessanten Charakter des Casts, Jessica Henwick in der Rolle von Colleen Wing, völlig gegen die Wand zu fahren. Aus der selbstsicheren und hochtalentierten Kämpferin, die sich unter erschwerten Bedingungen für problematische Jugendliche einsetzt, wird gegen Ende der Staffel ein verwirrter und verliebter Teenager. Fast hätte man jemanden sympathisch gefunden. Aber es ist ja auch nur konsequent, den letzten Funken auch noch mit einem großen Eimer Wasser abzulöschen.

Noch in diesem Jahr sollen die Iron Fist, Daredevil, Jessica Jones und Luke Cage zu „The Defenders“ zusammengeführt werden. Sie wären dann so etwas wie das Pendant zu den „Avengers“.
Nach den zuletzt doch eher durchwachsenen Leistungen bei der Umsetzung der Marvel-Serien, ist die Vorfreude auf eine solche Serie natürlich am Boden.

Bild: Netflix


 

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