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Jimmy Kelly: Streetkid – Fluch und Segen, ein Kelly zu sein

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„Streetkid – Fluch und und Segen, ein Kelly zu sein“
Jimmy Kelly, Kelly Family ☛ hier erhältlich!

Jimmy Kelly war eins von neun Geschwistern, die in den 90er Jahren unter dem Namen „Kelly Family“ den Aufstieg von der Straßenmusik ins große Musikgeschäft schafften.
Genau genommen war es gar nicht der erste Aufstieg, der fand schon viel früher einmal statt, aber wir wollen uns an dieser Stelle nicht zu sehr in Details verlieren.
Das macht übrigens auch das Buch „Streetkid – Fluch und Segen, ein Kelly zu sein“ von und vor allem auch über Jimmy Kelly, nicht.
Wer sich von dem Buch erhofft Antworten darauf zu finden, wo beispielsweise das  ganze Geld der Kelly Family blieb und warum sie alle wieder von ganz vorn beginnen mussten, wird enttäuscht sein. Informativer sind da schon die allgemeinen Informationen in den zahlreichen Interviews vor dem Comeback: dort hieß es, man habe nicht schnell genug auf die rückläufigen Verkaufszahlen reagiert und die notwendige Maschinerie hinter der Kelly Family nicht der neuen Situation angepasst.

Jimmy Kelly hat nicht den Anspruch, einen Bestseller zu schreiben und sieht es auch ganz realistisch, denn ganz allgemein beschreibt er die Zeit nach der Kelly Family zum Teil eher holperig – aber frei Schnauze, wie man so schön sagt. Vom gesperrten Konto, Mietschulden und Existenzängste zum Eigenheim und einer neuen Band namens „Street Orchestra“. Für Fans von damals und heute ist es interessant zu lesen, auch zwischen den Zeilen, aber das dürfte es dann auch schon gewesen sein.

Zwischen den Zeilen steht dort vor allem geschrieben, dass Jimmy Kelly das Thema Erbschaft vielleicht abgehakt, aber zumindest während des Schreibens noch nicht wirklich verarbeitet hatte. Und überraschend offen, wenn auch nicht mit so direkten Worten wie es vielleicht der Boulevard-Journalismus gern für einige Schlagzeilen hätte, beschreibt er auch die problematische Beziehung zu seinem verstorbenen Vater zu dessen Lebzeiten.

Wer noch immer einige Songtexte der Kellys auswendig kann, sollte das Buch lesen. Wer die dämlichen Altkleider-Witze immer noch lustig findet, sollte sich besser das Geld sparen und damit das neue Take That Album kaufen. Einfach nur so, weil die ja auch von irgendwas leben müssen und garantiert nie auf der Straße Musik machen werden.

Fazit: ich höre Jimmy Kelly lieber in Interviews plaudern. Da verliert er sich auch gelegentlich in seinen Geschichten und erkundigt sich dann, was überhaupt die Frage war, aber das gefällt mir aus irgendeinem Grunde einfach besser. Trotzdem ein Muss für Fans der Kelly Family!

Ausführliches Interview mit Jimmy Kelly „Auf dem roten Stuhl“:


 

Bild: Heyne Verlag

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