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Vergewaltigung & Missbrauch: Sind Frauen-Festivals die Lösung?

Gewalt gegen Frauen bekämpfenWährend eines Festivals in Schweden gingen rund 23 Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigungen ein. Laut Berichten soll sogar inmitten der Zuschauer, während eines Auftrittes, ein 15jähriges Mädchen sexuell missbraucht worden sein. Der Veranstalter sah keine andere Lösung mehr, als das Festival abzubrechen. Und auch im nächsten Jahr soll „Bravalla“ nicht mehr stattfinden.

In Deutschland kennen wir die Problematik leider mittlerweile auch. Zwar handelte es sich hier nicht um Festivals, aber die Ereignisse in der Neujahrsnacht 2015/2016, besonders in Köln, aber auch in anderen Großstädten, sind uns noch alle vor Augen.
Immer häufiger gibt es auch Berichte über Belästigungen und Vergewaltigungen in Schwimmbädern, während und nach Straßenfesten oder wo immer auch Menschen zusammenkommen. Gegrabscht wurde auch schon früher auf dem Oktoberfest, aber die Ausmaße, die es – das ist nicht von der Hand zu weisen – durch die Flüchtlingswelle annimmt, sind erschreckend.

Die schwedische Radio-Moderatorin Emmy Knyckare postete auf Twitter ihre Idee zu einer Lösung: ein Festival nur für Frauen! Und zwar so lange, bis die Männer sich wieder zu benehmen wissen. Nach einem großen Zuspruch nehmen ihre, wahrscheinlich spontan geäußerten, Gedanken tatsächlich Formen an und man sei, so hieß es, bereits in Gesprächen mit Künstlern.

Aber kann das auch in Deutschland die Lösung sein? Wir meinen NEIN!
Wenn wir ähnliche Bilder wie aus Köln 2015/2016 vermeiden wollen, kann es nicht die Lösung sein, dass wir unsere Gesellschaft diesen Menschen anpassen. In deren Ländern werden die Geschlechter getrennt: der Mann hat Rechte, die Frauen Pflichten. Hier wäre es zwar nicht ganz so extrem, aber es würde ansatzweise eine ähnliche Trennung stattfinden.

Stattdessen ist hier tatsächlich die Politik und die Justiz gefragt. In Deutschland müssen noch strengere Gesetze gegen Gewalt, sexuellen Missbrauch und Vergewaltigungen erlassen werden. Und die Justiz muss auch angehalten werden, diese gnadenlos durchzusetzen. Denn leider liest man immer wieder von Urteilen, bei denen Richter weit unter den Mitteln bleiben, die sie bereits jetzt schon zur Verfügung hätten.
Zudem muss die Politik die innere Sicherheit gewähren, indem sie nicht länger unsere Polizei durch Einsparungen schwächt.

Der politische Aspekt dieses Themas könnte natürlich noch viel weiter ausgeführt werden. Vielmehr möchten wir aber zum Ausdruck bringen, dass in einer freien Welt Frauen und Männer gemeinsam zu Festivals und anderen Veranstaltungen gehen können müssen, ohne sich zwangsläufig in Gefahr zu begeben.
Der erste Schritt wäre getan, wenn wir nicht länger die Augen verschließen und uns eingestehen, dass es überhaupt ein Problem gibt und wir es dringend lösen müssen.
Im Sommer 2018 soll das „reine Frauen-Festival“ bereits stattfinden. Und es sollte uns allen beim Augenöffnen behilflich und eine Warnung sein.

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