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YouTuber „Tanzverbot“ interviewt Dieter Bohlen – …oder doch nicht?

Es dürfte viele deutsche YouTuber überrascht haben, als ausgerechnet «Tanzverbot», Killian H. im wahren Leben, am 25. Juni ein Video mit dem Titel „Interview mit Dieter Bohlen“ auf der Videoplattform veröffentlichte.

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Screenshot „Tanzverbot interviewt Dieter Bohlen“

Wer ist «Tanzverbot»?
«Tanzverbot» ist nicht unbedingt für seinen, nennen wir es besonders anspruchsvollen oder seriösen Stil bekannt geworden. Von journalistischen Fähigkeiten mal ganz abgesehen.
Der 22jährige Berliner produziert vorzugsweise Videos in denen er seinen, zumeist ungesunden, Einkauf von Nahrungsmittel zeigt, Lieferdienste aus Sicht eines Fast-Food-Junkies beschreibt oder einfach frei nach Schnauze über Themen aus dem Leben plaudert. „Realtalk“ nennt sich das dann und darf auch gerne mal das ein oder andere Schimpfwort enthalten.
So weit, so gut. Killian H. hat seine Nische auf der ansonsten eher glattgebügelten Videoplattform gefunden und trägt auf seine Art und Weise zur Unterhaltung von hunderttausenden Nutzern bei.

«Das Interview mit dem Pop-Titan»
Das nun ausgerechnet dieser YouTuber, der völlig gegen den Mainstream schwimmt, ein Interview mit dem Pop-Titan Dieter Bohlen führt?
Ungewöhnlich, aber wer kennt schon die unergründlichen Wege von PR-Agenturen?

Auch wir haben das Video unmittelbar nach dem Erscheinen gesehen. Gewundert haben wir uns, weil Dieter Bohlen in diesem Video irgendwie anders wirkte. Vielleicht hätten wir genauer hinschauen sollen. Haben wir aber nicht. Während wir das Video nebenbei betrachteten, hat Killian H. wohl auch nicht genau hingesehen. Verständlich, wenn man plötzlich einem solchen Star gegenübersitzt, den man selbst noch nie im echten Leben gesehen hat und für ein geplantes Interview künstlich unter Zeitdruck gesetzt wird.

Dieter Bohlen war nur ein Double!
Nur einen Tag später meldete sich «Tanzverbot» dann mit einem Statement zu Wort: es war nicht Dieter Bohlen, sondern ein Double. Man habe ihn offenbar reingelegt, aber noch immer wisse er nicht, wer das war.

Dieses Rätsel wurde dann noch später, aber am gleichen Tag aufgelöst.
«Startalking», ein sehr viel kleinerer YouTube-Channel als eben der von «Tanzverbot», meldete sich in einem Video mit der Auflösung!

Killian H., dem zuvor schon von Kritikern vorgeworfen wurde, er habe das alles selbst inszeniert um sich in Szene zu setzen, wurde von einem, ihm bis dato ebenfalls unbekannten, Kollegen namens Marvin reingelegt.
Für den Channel «Startalking» scheuten sie keine Kosten und vor allem keine Mühen, um diesen Scherz zu inszenieren: es wurde auf die Schnelle eine angebliche PR-Agentur mit eigener Webseite gegründet, Statisten agierten als andere Journalisten, PR-Manager, Visagistin und was ein Herr Bohlen sonst noch so im Gefolge haben könnte. Im angemieteten Hotelzimmer wurde die Ausrüstung aufgebaut und der komplette Plan ging nach feinster „Verstehen Sie Spaß?“-Manier durchgezogen.

Killian H. bezog sich heute in einem weiteren Interview auf das ganze Thema und nahm noch einmal Stellung zu diesem Scherz, indem er sich das Auflösungsvideo anschaute.
Obwohl er von seinen Kritikern so viel Ablehnung für die Aktion erfuhr, wird er hoffentlich auch schon bald darüber lachen können. Denn wenn es andere Menschen so viele Kosten und Mühen wert ist, ihn scherzhaft hinters Licht zu führen, dann ist das auch eine Form der Anerkennung.
Bedenkt man, dass andere YouTuber es häufig als gelungenen „Prank“ ansehen, wenn man jungen Mädchen auf der Straße an den Hintern fasst, dann war das schon eine qualitativ hochwertige Produktion, die ebenfalls Anerkennung verdient.

Wir haben die Videos für Euch in einer chronologisch sinnvollen Reihenfolge verlinkt:

👉 Tanzverbot: Interview mit Dieter Bohlen

👉 Tanzverbot: Reaktion auf Fake-Bohlen

👉 Startalk klärt gelungenen Scherz auf

👉 Tanzverbot: Reaktion auf die Auflösung

Bild: Screenshot „Tanzverbot interviewt Dieter Bohlen“

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