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„The Masked Singer“: Warum die ProSieben-Erfolgsshow uns einfach nicht abholt…

„The Masked Singer“ ist der TV-Schlager in diesem Sommer.

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Die Juroren: nett, aber total irrelevant bei „The Masked Singer“

Bereits im Vorfeld soll es einen harten Kampf von RTL und ProSieben um die Rechte an diesem Format gegeben haben.
Gerüchten nach soll die Produktionsfirma „Endemol Shine Germany“ bei den RTL-Bossen derzeit einen schlechten Stand haben, weil sie die Rechte an die Konkurrenz verloren.
Das Format „Sing mit mir“, so heißt es, könnte deswegen noch vor dem Start auf RTL aus dem Programm genommen worden sein.
Ähnlich erging es die die Gameshow „The Wall“, die im letzten Sommer noch halbwegs solide Einschaltquoten einfuhr, aber nun nicht mehr fortgesetzt wird.
Wie viel Wahrheit in diesen Gerüchten steckt, wird man als TV-Zuschauer nicht erfahren. Erfahren wird man allerdings, nach und nach, wer hinter den Masken der ProSieben Show steckt.

Das Rätselspiel kommt bei Zuschauern und Medien sehr gut an. Top-Einschaltquoten, in den sozialen Netzwerken Woche für Woche Thema Nr.1, Medien berichten über Gerüchte und beteiligen sich an den Spekulationen: ProSieben hat es geschafft und „The Masked Singer“ auch in Deutschland zu einem Erfolg werden lassen.

Und trotzdem…
Die Show mit den maskierten Prominenten packt uns einfach nicht. Und die Gründe dafür können wir uns gar nicht eindeutig erklären.

Vielleicht liegt es daran, dass die Gesangsleistungen eher laienhaft bis in Ordnung sind. Selbst Profis, sollte es beispielsweise tatsächlich Max Mutzke sein, der als Astronaut auftritt, dürfe es schwer fallen, auf diese Weise zu singen.
Überhaupt verfällt man dem Eindruck, dass der Gesang nicht immer live sein kann. Aber im Endeffekt ist das eigentlich auch egal.

Unter Umständen fehlt der Show die ganz große Überraschung. Momentan weiß man, dass die maskierten Prominenten diverse Male auftreten, die Juroren planlos alle Namen aufzählen, die ihnen einfallen und am Ende wird jemand von den Zuschauern per Telefonvoting dazu gezwungen, die Maske abzunehmen.

Die Ratespielchen der Moderatoren sind irrelevant.
Die Gesangsleistungen der Teilnehmer ebenfalls irrelevant.
Also können wir mit aller Ruhe kurz vor Schluss der Show einschalten und abwarten, wer denn nun die Maske abnehmen muss und sehen, wer sich darunter verbirgt. Mehr ist nicht notwendig, auf dem Laufenden zu bleiben.
Organisatorisch wäre es sicherlich die Hölle für die Produktion, aber was wäre, wenn die Juroren sich mindestens zwei Mal pro Show auf einen gemeinsamen Namen als Tipp einigen müssten?
Sie könnten sich in der Werbepause beraten, vielleicht könnte das in den sozialen Netzwerken live gestreamt werden. Danach bitten sie durch den Moderatoren einen Kandidaten auf die Bühne und sagen: „Wenn Du Prominenter XY bist, dann nimm bitte jetzt die Maske ab.“
Liegen sie falsch, geht das Spiel so weiter. Liegen sie richtig, wäre die Show für diesen Kandidaten an der Stelle beendet.
Theoretisch möglich, dass man nach der Enttarnung das Voting ausfallen lässt. Oder stattdessen dem Sieger der Show einen Joker verleiht: in der nächsten Show darf er von der Jury nicht vorgeladen werden.

Gedankenspielchen, die „The Masked Singer“ weniger vorhersehbar machen würde. Vielleicht nicht notwendig, wenn man die Einschaltquoten und den Hype um das Format, welches ProSieben an jedem Donnerstag um 20.15 Uhr ausstrahlt; aber im Status Quo holt „The Masked Singer“ uns persönlich nicht ab.

Bild: ProSieben

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