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Neue Videobotschaft von Xavier Naidoo: „Ihr bringt Deutschland gerade um!“

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In der letzten Zeit tauchen vermehrt Videobotschaften von Xavier Naidoo im Internet auf. Nicht immer ist der Ursprung dieser Videos klar, zeigen aber zweifellos tatsächlich den Sänger aus Mannheim.

In einem aktuellen Video richtet er sich in Sachen Corona-Virus an die Menschen. Wir sehen die kommentarlose Verbreitung nicht als richtigen Weg an. Stattdessen möchten wir uns, ohne herablassende Wortwahl, mit dem Inhalt seiner Videobotschaft auseinandersetzen.

Xavier Naidoo sitzt im Video (siehe unten) in einem Auto und spricht in die Kamera, nachdem er sich einen „Mund-Nasen-Schutz“ abstreifte:
Lieber Herr Spahn, lieber Herr Drosten, böse Frau Merkel, es tut mir leid: wir können das nicht machen!
Nicht nur, dass Sie unsere Wirtschaft an die Wand fahren, Sie bringen unsere Alten um.
Wenn ich Ihnen etwas böses wollte, dann könnte ich sagen, wir wissen, Sie haben die Rentenkassen geplündert und wollen jetzt, dass so viel wie möglich Rentner… Ich will es gar nicht aussprechen.“

Weiter führt Naidoo aus, dass er an grundsätzlich an die Existenz des Corona-Virus zweifelt. Und außerdem, dass an Demenz erkrankte Menschen gar nicht wüssten, warum sie diese Masken tragen sollten und Menschen, die darauf angewiesen wären von den Lippen zu lesen, starke Einschränkungen erdulden müssen.

So weit, so verwirrend.

Naidoo stellt auf der einen Seite die Möglichkeit in den Raum, dass die Regierung ein Interesse daran haben könnte, möglichst viele Rentner sterben zu lassen, um eine sogenannte Plünderung der Rentenkassen zu verheimlichen.
Auf der anderen Seite erklärt er aber, dass das Mittel hierfür, also der Corona-Virus, womöglich gar nicht existiert.

Grundsätzlich muss man natürlich auch festhalten, dass viele demente Menschen unter der Situation leiden. Aber nicht zwingend an der aktuellen Masken-Pflicht: die sollten sie nämlich eigentlich gar nicht tragen müssen, sie sind für den öffentlichen Raum. Jenen Raum, den Risikopatienten im besten Fall gar nicht, oder nur wenn absolut unumgänglich, aufsuchen sollten.
Man kann davon ausgehen, dass diese pflegebedürftigen Menschen entsprechend professionell betreut werden.
Allerdings, da liegt Naidoo richtig, fällt es dementen Menschen in Pflegeheimen relativ schwer, dass das Personal plötzlich und dauerhaft Maske trägt und sie sich nicht mehr an der Mimik der Person orientieren oder sie diese nur schwer erkennen können.
Aber die Alternative wäre nur eine ungleich höhere Gefahr einer potentiell tödlichen Infektion.

Ebenfalls widersprüchlich ist der Vorwurf, die Regierung würde die Wirtschaft an die Wand fahren, während er (Naidoo) die Masken-Pflicht, die es ermöglichen soll, dass Verordnungen, die der Wirtschaft schaden, baldmöglichst aufgehoben werden können, gerichtlich verbieten lassen möchte.
Überhaupt würde die Vermutung wenig Sinn machen, dass sich weltweit Regierungen dazu entschließen, der Wirtschaft zu schaden, da man den Politikern eigentlich immer eher ein Pro-Wirtschaft und Lobbyisten Denken und Handeln vorwirft.

Abschließend kann man natürlich nur sagen, dass der Vorwurf „Ihr bringt Deutschland gerade um!“ genau das Gegenteil von dem ist: obwohl wir noch genügend Menschen im Land haben, die gegen die Verordnungen verstoßen, obwohl jeder Tote durch den Corona-Virus einer zu viel ist, sind wir trotzdem noch in der glücklichen Situation, dass wir keinen Zusammenbruch des Gesundheitssystems erlitten haben (bisher), oder das Massengräber ausgehoben werden mussten; wie es in anderen Länder der Fall ist oder war.

Über die Gründe dieser Videobotschaften von Xavier Naidoo wird oft spekuliert. Bei einigen Gelegenheiten wirft man ihm vor, er wolle auf diese Weise Promotion betreiben wollen.
Da sich aber TV- und Radio-Sender mittlerweile weigern, weiterhin mit Naidoo zusammenarbeiten zu wollen, Städte – wie aktuell Dortmund – Auftrittsverbote prüfen und aussprechen, sowie Veranstalter und Kooperationspartner auf Abstand gehen, dürfte dies wohl das denkbar schlechteste Mittel sein, um Werbung in eigener Sache zu betreiben.
Hier liegt wohl eine tiefe und fest verankerte Überzeugung vor, die zwar inhaltlich nicht richtig ist, aber augenscheinlich auf emotionaler Ebene ihren Weg gefunden zu haben scheint.
Das ist in sofern bedauerlich, weil Naidoo – trotz aller berechtigter Kritik – in früheren Zeiten sehr viel für das Musik-Business, für Talente und seine Region getan hat. Diese treibende Kraft bricht durch diese, zwar schon länger gärende, aber doch auch neue Entwicklung, natürlich weg.

Abschließend das Video in voller Länge:

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