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MILE 22: Zu viele Ansätze für einen Film

Bild: Universum Film

Elite-Agent James Silva ist der Leiter der US-amerikanischen Geheimorganisation Overwatch, die von der US-Regierung immer dann hinzugezogen wird, wenn Diplomatie oder offizielle Militärinterventionen nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

Silva und sein Team müssen bei diesem Auftrag den Spion Li Noor aus einem fiktiven Land in Asien retten, da er wichtige Information über den Aufenthaltsort von radioaktivem Caesium besitzt.

Auf dem 22 Meilen langen Weg zwischen der US-amerikanischen Botschaft, in der Noor sich aufhält, und dem Flughafen lauern jedoch Noors Feinde, die seine Flucht verhindern wollen.

Bei Mile 22 fragt man sich, was genau die Macher des Films eigentlich wollten.
Wollten Sie einen Baller-Action-Film, dann hätten sie die pseudo-tiefgründigen Interview-Sequenzen im Film auch direkt unterlassen können. Und wenn sie wirklich eine tiefgründigere Botschaft vermitteln wollten, hätten sie vielleicht auf einige Explosionen und Schießereien verzichten müssen, um einer Botschaft auch noch Platz zu lassen.

Mitten drin wird auch noch am Charakter des Hauptdarstellers James Silva (Mark Wahlberg) gestrickt, der nicht einfach nur eine gnadenlose Kampfmaschine ist, sondern auch noch irgendwas zwischen hochintelligent und autistisch-cholerisch.

Reicht noch nicht an Überladung? Kein Problem: zwischen Bomben und Kugeln erleben wir auch noch den Sorgerechtsstreit und den Scheidungskrieg von Team-Kollegin Alice Kerr (Lauren Cohan).

Bei so viel charakterlichen Ansätzen hätte man vielleicht eine Serie über mehrere Staffeln benötigt, sowie viel weniger Action-Szenen, um die Geschichten, die man anfängt, auch erzählen zu können.
Das geht aber letztendlich nicht mehr, weil – VORSICHT SPOILER – mit Ausnahme von Silva ja das komplette Team ausradiert wurde.

Trotzdem erweckt das Finale den Eindruck, man würde gern einen zweiten Teil des Films drehen. Das muss aber nun wirklich nicht sein: Wahlberg soll es einfach hinnehmen, dass er von seinen selbstgemachten Feinden an der Nase herumgeführt wurde. Sein Auftritt war sowieso weitestgehend vollkommen unsympathisch; was schon problematisch ist, wenn man eigentlich mit dem Charakter hätte mietfiebern sollen.

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